Umgangssprachlich sagt man: „Sie sind wie Hund und Katze.“ Und meint damit, dass sich Zwei überhaupt nicht verstehen. Dass sich Hunde und Katzen sehr wohl verstehen können, beweisen die Erfahrungen vieler Tierhalter. Immer häufiger kommt es vor, dass Tierfreunde mehr als eine Tierart halten. Damit sich alle im Haushalt wohlfühlen, gibt es einige Dinge zu beachten.

Hunde und Katzen können dicke Freunde werden. Dann kuscheln sie zusammen und teilen sich ein Körbchen. Allerdings wollen sie ihr Futter und ihre Rückzugsorte nicht miteinander teilen! Darauf sollten Tierhalter Rücksicht nehmen und die Fütterung und Kuschelplätze entsprechend organisieren. Wichtig ist, dass die Tiere genug Platz haben, um sich auch mal aus dem Weg zu gehen. Das Katzenklo sollte immer an einem ruhigen Ort stehen, an dem sich die Katze nicht bedrängt fühlt.

Mit diesen Tipps kommen Ihre Haustiere gut miteinander aus (Fotoquelle:123RF).
Mit diesen Tipps kommen Ihre Haustiere gut miteinander aus (Fotoquelle:123RF).

Am einfachsten gewöhnt man Hunde und Katzen im Welpenalter aneinander. Wachsen sie gemeinsam auf, hat man die größten Chancen, dass sie sich gut verstehen und die andersartige Laut- und Körpersprache lernen bzw. akzeptieren. Einen Hund in einen bestehenden Katzenhaushalt zu integrieren, ist eine größere Herausforderung als anders herum. Kommt eine Katze neu in einen Hundehaushalt, sollte die Zusammenführung sanft und mit viel Geduld erfolgen. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die je nach Alter, Charakter und Vorerfahrungen der beiden Tiere gewählt werden sollten. Einige Tage braucht es schon, bis man die neuen Partner allein lassen kann. Bis dahin sind eine gute Aufsicht und eine ruhige Atmosphäre für die Zusammenführung förderlich.

Einige Hunderassen eignen sich weniger, um mit anderen Tieren in einem gemeinsamen Haushalt zu leben. Dazu gehören vor allem kleine, wilde Rassen mit großem Spieltrieb und alle Hunderassen mit starkem Jagdtrieb. Es gehört zu ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire, kleine Tiere als Beute zu jagen und gegebenenfalls auch zu greifen. Um ernsthaften Verletzungen und Stresssituationen vorzubeugen, sollte man in diesen Fällen auf eine Mehrtierhaltung verzichten. Das gilt vor allem, wenn es um kleinere Tiere wie z.B. Meerschweinchen oder Kaninchen geht. Für sie kann das Leben mit einem „Beutegreifer“ wie Hund oder Katze extrem beängstigend und stresserfüllt sein.

Vorsicht ist besser als Nachsicht:

Es gibt aber auch zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass Kaninchen und Meerschweinchen mit Hunden und Katzen sehr gut harmonieren. Sie werden als Familienmitglied akzeptiert und liebevoll umsorgt. Unbeaufsichtigt lassen sollte man sie trotzdem nicht, denn die Sicherheit geht vor!